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Rechenzentrum im Wandel: Aktuelle Trends im Data Center

Katharina WuttkeNovember 18, 2015
Virtualisierung

Moderne Rechenzentren arbeiten immer energieeffizienter. Durch den technischen Fortschritt, z. B. SSD Disks oder neue Kühlungssysteme, wird das Verhältnis von verfügbarer Leistung zu benötigter Energie immer besser, insofern besteht kein Widerspruch zwischen höherer Leistung und Energieeffizienz. Zudem ist die Ausfallsicherheit von zertifizierten (ISO 27001) deutschen Rechenzentren bereits jetzt sehr hoch (bspw. redundante Datenanbindung über unterschiedliche Carrier). Insbesondere ist sie deutlich höher im Vergleich zu den meisten On Premise Systemen. Welche aktuellen Entwicklungen und Trends es im Bereich Rechenzentrum darüber hinaus gibt, erfahren Sie in diesem Blog-Artikel.


Das Errichten und Betreiben eines Rechenzentrums ist mit enormen Investitionskosten verbunden, wobei unsicher ist, ob sich diese amortisieren. Der eigene Betrieb eines Rechenzentrums ist für einen Mittelständler daher nur in speziellen Ausnahmefällen attraktiv. Dies kann z. B. der Fall sein, wenn die zu verarbeitenden Daten so sensibel sind, dass diese in jedem Fall nur im eigenen Haus bleiben sollen (Banken, Entwicklungsunternehmen), oder wenn keine Anbindung des eigenen Standortes mit ausreichender Bandbreite an ein externes Rechenzentrum möglich ist.


Es ist somit zu erwarten, dass immer weniger Mittelständler eigene Rechenzentren bauen. Diejenigen, die bereits über solche verfügen, werden diese selbstverständlich mindestens solange weiter unterhalten, bis die Investition abgeschrieben ist.



Cloud-Lösungen bewirken erhöhte Nachfrage an Rechenzentrumsleistung


Durch die immer höhere Nachfrage bei den Endkunden nach Cloud-Lösungen steigt der Bedarf an Rechenzentrumsleistung. Dies führt aber nicht zu einer Knappheit der verfügbaren Ressourcen, zumal die großen Player (bspw. Telekom oder Terra Cloud ) aufgrund der zu erwartenden Marktentwicklung sehr stark in den Ausbau der eigenen Rechenzentren investieren (investiert haben).


Im Gegenteil ist eher davon auszugehen, dass sich die zu erzielenden Preise für Rechenzentrumsleistungen stetig weiter senken werden, wenn der Wettbewerb um die Auslastung der neu geschaffenen Ressourcen so weitergeht wie bisher. Dadurch wird das eigene Betreiben von Rechenzentren für KMUs immer weniger attraktiv.


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Virtualisierung bringt viele Vorteile


Durch die Vorteile der Virtualisierung ist es mittlerweile möglich, Speichersysteme und komplette Rechenzentrumsinfrastrukturen als (hardwareunabhängigen) Service anzubieten, der ausschließlich über die Software zu kontrollieren ist. Dies führt direkt zu höherer Flexibilität und Skalierbarkeit für den Kunden bei gleichzeitig geringeren Investitionskosten. Die Verwaltungsplattform für Rechenzentrumsleistungen des DMRZ bietet hier eine leicht händelbare Möglichkeit, mit der Mittelständler ihre Infrastruktur selbst verwalten können.


Anstelle von Spezialhardware kann kostengünstigere Standardhardware zum Einsatz kommen. Die möglichen Dienstleistungen werden für mittelständische RZ-Betreiber so deutlich größer.


Die wirtschaftlichen Vorteile und die höhere Flexibilität und Skalierbarkeit liegen auf der Hand. Ohne Virtualisierung ließen sich Rechenzentren vom Mittelstand kaum wirtschaftlich betreiben. Zu wenig beachtet werden allerdings bislang die Sicherheitsrisiken. Bei der enormen Anzahl von virtuellen Maschinen besteht die Gefahr, dass eine zentrale Überwachung der unterschiedlichen Update-, Patch- und Konfigurationsstadien nur unzureichend durchgeführt wird/ möglich ist. Daraus können Sicherheitslücken resultieren.



Wie Software-Defined Everything (SDE) die IT-Landschaft verändert


Wie beim Thema Cloud in der Vergangenheit reagieren die Mittelstandskunden zunächst zurückhaltend und dies aus gutem Grund. Wie Cloud ist SDE ein Thema, das in der IT-Branche und den einschlägigen Medien deutlich höher gehandelt wird als beim Kunden. Es wird seine Zeit brauchen bis die vermeintlichen Vorteile, die die Marketingabteilungen der IT-Anbieter jetzt schon beschwören, tatsächlich auch für den Kunden verfügbar werden.


Von der neuen Flexibilität, Skalierbarkeit etc. bleibt nämlich für den Kunden nicht viel übrig, wenn er (wie die meisten Unternehmen heute) in einer hybriden Umgebung arbeitet, also teilweise On Premise, teilweise virtualisiert im Rechenzentrum, teilweise in der Private und teilweise in der Public Cloud. Ohne dass die potentiellen Endkunden in einer komplett virtualisierten Umgebung arbeiten, wird es die in Aussicht gestellten Vorteile zunächst nur theoretisch geben.



Das Rechenzentrum der Zukunft – eine Prognose


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Wenn sich der Virtualisierungs- und SDE-Trend weiter fortsetzt, wird die Bindung des Kunden an einen bestimmten Rechenzentrumspartner immer geringer. In Zukunft wäre es vorstellbar, dass der Kunde wie beim Einkauf von Rohstoffen tagesaktuell jeweils auf das Rechenzentrum mit dem besten Preis zurückgreifen kann.


Die erhöhte Nachfrage der Mittelstandskunden nach Cloud-Lösungen wird den Rechenzentrumsmarkt in Zukunft vermutlich stark vorantreiben. Insbesondere Branchen-Lösungen für Mittelstandsbetriebe und Kommunikationslösungen aus der Cloud werden den Markt aller Voraussicht nach bestimmen.


Bildquellen: dotshock / Shutterstock.com | NagyDodo / Shutterstock.com | Kjetil Kolbjornsrud / Shutterstock.com

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